Die letzten Reste der Vegetation.
Der Dichter schreibt hier ein Pamphlet
Welches ihm grad im Kopf rum geht
In welchem zur Debatte steht
Ob jenes was den Kopf durchweht
Nicht auch dem Körper Nahrung bringt
Auch wenn es nach Verdauung stinkt
Was da am Horizonte hinkt
Und schreiend nun im Schnee versinkt
— War das ein Vergleich?
Nein, eine Metapher
Ich habe eine Bluetooth-Apple-Tastaur (klein, ohne numerischen Tastenblock). Die nimmt genau 3 (in Worten: drei) AA-Batterien bzw. Akkus. Alles andere im Haushalt, was nach Batterien verlangt, nimmt zwei oder vier. Akkuladegeräte wollen zwei oder vier. (Sogar der Apple-Akkulader nimmt zwei. ) Nur die Tastatur sitzt (Vorsicht, wackelnde Redewendung) zwischen allen Stühlen. Was soll das?
Ich stehe jedesmal ratlos vor meinem Akkuvorrat und muss mich entscheiden, ein Quartett aufzubrechen. Jaja, ich habe Probleme …
Letzte Woche hat sich herausgestellt, dass das Mac OS X Update 10.6.5 bei unserem MacBook WiFi unbrauchbar gemacht hat. Zwar zeigte das Icon in der Menüzeile durchgehend guten Empfang. Dennoch brach die Verbindung immer wieder ab. (Kann man sich z.B. mit dem Befehl Ping gut ansehen.)
Ich habe es in alter Windows-Manier mal mit einem kompletten Re-Install versucht, landete aber wieder beim gleichen Problem, nachdem ich auf 10.6.5 aktualisiert hatte. Es lag also nicht am Zustand der Installation, sondern ist vermutlich ein Fehler im 10.6.5.
Um mir die Neueinrichtung aller User und Software zu sparen, begann ich damit, das MacBook über WiFi vom Time Capsule-Backup wiederherzustellen. Das sollte 14 Stunden dauern (für rund 80 GB Daten). Da an dem Macbook dummerweise die Ethernet-Buchse defekt ist, ging es nur über WiFi, nicht übers Kabel. Zudem kann man die Time Capsule nicht mal eben schnell an den USB-Port hängen.
Aber eine andere externe Festplatte! Also flugs das Backup-File von der Capsule auf die externe Festplatte kopiert (flugs = 2 Stunden), externe Festplatte an das MacBook und das Restore von der Platte gemacht. War nach weiteren 2 Stunden erledigt. Das gleiche Verfahren ist wahrscheinlich auch für andere MacBooks interessant, die keinen Anschluss für ein Netzwerkkabel haben.
Hätte ich das vorausgesehen, hätte ich mir vielleicht auch einen USB-Ethernet-Adapter gekauft (10-30 Euro), damit hätte ich mir dann die Kopieraktion von Capsule auf Festplatte sparen können.
Liebe Leute von DomainFACTORY,
es ist echt lieb von euch, mich über die neue ß-Domains zu informieren:
Mit dieser E-Mail möchten wir Sie gerne darüber informieren, wie Sie für Ihre Domain andreasschoedl.de bei domainFACTORY an der Vorregistrierung teilnehmen und den neuen Domainnamen "andreaßchoedl.de" registrieren können.
Aber so richtig Sinn macht das für diese Domain nicht. Trotzdem Danke!
Ein Bericht über eines der letzten Bücher von William Gibson enthielt schon die Bemerkung, dass William ‘Cyberspace’ Gibsons Geschichten von Buch zu Buch immer näher an der Gegenwart liegen. In Zero History ist er in der Gegenwart angekommen. Kein direkter Port ins Gehirn, keine Brillen für Augmented Reality, nein, das Jedermann-Gadget iPhone ist die gegenwärtige Zukunft. Den anderen technischen Hauptdarsteller in diesem Mode-Krimi gibt's ebenfalls, zwar noch nicht für jeden zu kaufen, aber es gibt ihn: Festo Air_ray (PDF).
I dunno if I want any of that …
3) The future is going to happen no matter what we do. The future will feel even faster than it does now 22) Your sense of time will continue to shred. Years will feel like hours
39) IKEA will become an ever-more-spiritual sanctuary
— A radical pessimist's guide to the next 10 years
Während der Meister selbst noch an der symphonischen Version des Klassikers arbeitet, besingt Scala (belgische Mega-Girl-Group) den Hügel, mit dem alles anfing (zumindest Peter Gabriel's Solo-Karriere). Sehr hübsch.
"Solsbury Hill" by Scala by Shore FireApple hat uns heute eine neue Browser-Version frei Haus geliefert und der erste Eindruck ist, dass sich auf meiner Tastatur die Tasten Apfel+Umschalt+R jetzt deutlich schneller als alle anderen abnutzen werden. Auf dieser Tastenkombination liegt der neue Safari Reader, der aus dem ganzen Kram, der sich auf so mancher WebSite tummelt, das Wichtigste herausholt: den Text. Zum Vergleich einmal 400x327 Pixel im Original von der Süddeutschen, einmal durch den Reader gezogen:
| A | B |
Quizfrage: Wie hat sich Tim Berners-Lee so circa 1991 ausgemalt, wie das mal werden würde, mit seinem HTML? A oder B?
Oh, und ich warte nur drauf, dass das jetzt jemand genau so als Blogger-, WordPress- &c Template herausbringt.
Zur Dokumentation:
DeutschlandRadio Kultur hat gestern Bundespräsident Köhler interviewt, der auf dem Rückflug aus Afghanistan seine Unterstützung für die Soldaten betont. Soweit nichts neues. Ab Minute 3 sagt Köhler aber folgendes (mein Transkript, meine Hervorhebung):
Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Aussenhandelsorientierung und damit auch Aussenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, z.B. freie Handelswege, z.B. ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen - negativ - durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden. — Köhler: Mehr Respekt für deutsche Soldaten in Afghanistan
Pikanterweise ist diese Passage nur im MP3/Audio on Demand enthalten und nicht im Artikel auf der WebSite selbst.
Ich glaube, ich habe was verpasst! Was ist aus "Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen" geworden? – "Außer es ist ein Verteidigungsfall" – "Oder jemand ruft mit zweifelhaften Argumenten den Bündnisfall aus". Und jetzt? "Militärische Einsätze zur Wahrung unserer Interessen".
Interessant, dass DeutschlandRadio und Deutschlandfunk das nicht groß rausbringen. Hat Köhler das zurückgezogen?
… die Suchfunktion von DeutschlandRadio Kultur hat die Formulierung noch im Index.
Update: Nicht mal die Süddeutsche findet das weiter bemerkenswert: "Warum höre ich das nicht von Ihnen?" – schläft Herr Prantl?
Update 2010-05-26: DeutschlandRadio Kultur schreibt, dass versehentlich den beiden Schnittfassungen des Interviews der gleiche Text zugeordnet war (der von DLF, ohne die obige Passage). Das wurde behoben, der Text gibt nun auch die Passage wieder. DLR Kultur: Köhler: Mehr Respekt für deutsche Soldaten in Afghanistan. So weit, so gut. Frage mich weiterhin, wo die öffentliche Debatte zu diesem präsidialen Standpunkt bleibt.
Ich frage mich immer, warum ich bei Ubuntu so wenig Platz auf dem Bildschirm habe. Ein Indiz sieht man hier: Das Firefox-Fenster auf Ubuntu 10.04 LTS, Windows XP und Mac OS X. Die Schriftgröße der Menüzeile auf Ubuntu ist etwa genau so hoch wie die systemweite Menüleiste von Mac OS X. Dazu kommt aber, dass Ubuntu auch noch eine systemweite Menüzeile hat, also insgesamt doppelt soviel Platz verbraucht wie der Mac.
Ja, natürlich kommt beim Mac noch das Dock dazu, aber 1) kommt bei Ubuntu auch noch die Taskleiste mit der Monitor-Umschaltung dazu, und 2) kann man das Dock super an eine Seite des Bildschirms kleben, denn ich habe eher Platz in der Breite als in der Höhe.
Windows kommt bei diesem Vergleich mal gar nicht so schlecht weg, was vielleicht daran liegt, dass ich ein urzeitliches XP verwende. Zwar braucht es unten Platz für die Startleiste, aber die Applikations-Menüleiste macht sich dann klein, wobei ich noch nie fand, dass die Standard-Schrift von Windows zu klein ist. Ubuntu könnte also hier abspecken. Gelungen am neuen Ubuntu ist die Optik auf jeden Fall, auch die obere System-Menüleiste nähert sich immer mehr an den Mac an. Fehlt noch das Icon für die systemweite Volltext-Suche und für eine Time Machine ähnliche Backup-Lösung, womöglich in der Wolke?
Und trotzdem bleibe ich beim Mac, denn 1) ich habe keine Killer-Anwendung, für die ich Linux benutzen muss, und 2) funktioniert auch in dieser Iteration mein Canon MP630 nicht out-of-the-box. Gut, das Setup ist anspruchsvoll, der Drucker wird vom Mac oder von der Time Capsule freigegeben (habe beides probiert), d.h. Ubuntu muss ihn als Netzwerkdrucker ansprechen. Aber der Teil funktioniert, der Avahi Rendezvous/Bonjour/ZeroConf-Browser findet ihn und er taucht im Installationsdialog auf, aber einen gescheiten Treiber findet er nicht, und mit dem MP610-Treiber sieht's zwar so aus als ob, der Drucker mag aber kein Papier bedrucken.
Ich weiß, dass es da inzwischen Treiber von Canon gibt, und ich probiere das vielleicht eines Tages mal aus. Aber für's Erste war's das mal wieder mit Linux@Home. Nennt mich unverbesserlich.